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AUFTAKTVERANSTALTUNG: Globalisierung reloaded – Die G20 und das globale Krisenmanagement

5. Juli @ 10:00 - 12:30

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Die neoliberale Globalisierung mündete in die große Krise des Kapitalismus, die seit 2007 verschiedene Gestalten angenommen hat – von der Hypothekenkrise in den USA über die globale Finanzkrise zur Eurokrise, die schließlich auch den Zusammenhalt Europas erschütterte und politische Krisen in einer Reihe von Ländern verursachte. Gegenwärtig sind wir mit einem Aufstieg des autoritären Populismus, mit Nationalismus und Rassismus sowie mit protektionistischen Tendenzen konfrontiert. Die G20 sieht sich in der Rolle des globalen Krisenmanagers, doch wie handlungsfähig ist sie überhaupt angesichts der gegensätzlichen nationalen Interessen und politischen Wege, die Trump, Merkel, Putin, Erdogan und andere einschlagen? Wie positioniert sich der Staatenclub der aufstrebenden Wirtschaftsmächte BRICS, angesichts sich verändernder politischer und wirtschaftlicher Machtverhältnisse? Steht er für Alternativen oder alten Wein in neuen Schläuchen?

Was bedeuten Veränderungen in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Automation für Arbeitnehmer/innenrechte und gewerkschaftliche Interessenvertretung? Was bedeutet Postindustrialismus bei uns und nachholende Entwicklung im globalen Süden? Wie gehen wir um mit neuen Technologien zur Bekämpfung der Erderwärmung? Wie verändern all diese Herausforderungen die sozialen Beziehungen und Geschlechterverhältnisse? Wie lässt sich verhindern, dass die Ungleichheit zwischen und in unseren Ländern sich noch weiter vertieft?

Eröffnungsvortrag:

Vandana Shiva, Bürgerrechtlerin und Ökologin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises

Anschließend Podiumsdiskussion mit:

Vandana Shiva

Valter Sanches (Generalsekretär IndustriALL Global Union, Brasilien)

Patrick Bond (University of Witwatersrand, Südafrika)

Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland)

Moderation: Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Deutschland), Ulrich Brand (Universität Wien, Österreich)


Vandana Shiva (Bürgerrechtlerin und Ökologin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Indien)

Vandana Shiva ist eine vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin, Globalisierungskritikerin, Bürger- und Umweltrechtlerin und Autorin aus Indien. 1993 erhielt sie den Right Livelihood Award, den alternativen Nobelpreis, für ihre Beiträge zu ökologisch-feministischen Themen in den Diskursen um Entwicklungspolitik. Sie ist Gründerin der Organisation Navdanya und setzt sich für den Schutz biologischer und kultureller Vielfalt von Saatgut und traditionellen Nutzpflanzen ein.

 

Valter Sanches (Generalsekretär IndustriALL Global Union, Brasilien)

Valter Sanches ist Generalsekretär der IndustriALL Global Union, eines internationalen Dachverbandes von Industriegewerkschaften mit mehr als 50 Millionen Mitgliedern in 140 Ländern. Der gelernte Schlosser und studierte Geologe ist seit über 20 Jahren gewerkschaftlich aktiv und hatte leitende Positionen in der brasilianischen Metallarbeitergewerkschaft CNM/CUT inne. Er ist Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Daimler AG und war zudem Präsident der Fundação Sociedade Comunicação, Cultura e Trabalho, die in Brasilien einen eigenen Fernsehsender für Arbeitnehmer_innen und Gewerkschafter_innen betreibt.

 

Patrick Bond (University of the Witwatersrand, Südafrika)

Patrick Bond ist Professor für politische Ökonomie an der University of the Witwatersrand in Johannesburg und Honorarprofessor an der University of KwaZulu-Natal, Südafrika, wo er von 2004 bis 2016 Leiter des Center for Civil Society war. Er forscht hauptsächlich zur politischen Ökonomie Afrikas sowie zu internationalen Finanzen, politischer Ökologie und entwicklungspolitischen Fragen. Er ist ein Kritiker neoliberaler und kapitalistischer Regierungssysteme.

 

Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland)

Barbara Unmüßig ist seit 2002 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie verantwortet die internationale Arbeit der Stiftung in Lateinamerika, Afrika, Asien, dem Nahen Osten und die des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie. U.a. werden die thematischen Schwerpunkte der Stiftung Globalisierung, Menschen- und Frauenrechte, Geschlechterpolitik, internationale Klima-, Agrar- und Ressourcenpolitik sowie Demokratieförderung und Krisenprävention von ihr verantwortet.

Barbara Unmüßig hat zahlreiche Zeitschriften- und Buchbeiträge veröffentlicht, u.a. zu Fragen der Global Governance, der internationalen Umweltpolitik und Geschlechterpolitik sowie zu der zunehmenden Einschränkung der Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft.

 

Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Deutschland)

Silke Helfrich ist Autorin, Aktivistin und Mitbegründerin des Commons-Institutes und der Commons Strategies Group. Sie war Leiterin der Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Thüringen sowie für Zentralamerika, Kuba und Mexiko. Ihre Schwerpunkte sind die Themen Globalisierung, Menschenrechte und Geschlechterfragen. Sie ist Herausgeberin und Co-Autorin zahlreicher Bücher.

 

Ulrich Brand (Universität Wien, Österreich)

Ulrich Brand ist Professor für Internationale Politik an der Universität Wien. Er arbeitet insbesondere zu Aspekten der politischen Gestaltung von Globalisierungsprozessen, zu kritischer Staats- und Gesellschaftstheorie sowie zu internationaler Ressourcen- und Umweltpolitik und der multiplen Krise des Kapitalismus. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt ist der Ressourcenextraktivismus in Lateinamerika.

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Details

Datum:
5. Juli
Zeit:
10:00 - 12:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bündnis „Gipfel für globale Solidarität“

Veranstaltungsort

Kampnagel K6
Jarrestraße 20
Hamburg, Hamburg 22303 Deutschland
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