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PODIUM 1: Wem dient die Ökonomie?

5. Juli 2017 @ 14:00 - 16:00

Die G20 versucht mit ihrer neoliberalen Politik, den Motor der Weltwirtschaft zu schmieren. Sie will mit „inklusivem Wachstum“ Armut bekämpfen und Ungleichheit verringern. Aber diese Gleichung geht nicht auf: Die Schere zwischen arm und reich vergrößert sich. Die Investitions- und Wachstumspolitik der G20 heizt den Planeten auf und zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen derjenigen, die ohnehin am Rande stehen. Neue Armut und Chancenlosigkeit, Flucht, Migration oder der Zulauf für den IS sind die Folgen. Die Ursachen werden solange nicht erfolgreich bekämpft, wie sie nicht an ihrer Wurzel gepackt werden: Profitmaximierung für wenige statt eine Wirtschaft, die Versorgung und Bedürfnisbefriedigung für alle ermöglicht. Rechtsstaatlichkeit und Bürger/innendemokratie statt Lizenz zum Stehlen für die Mächtigen.

Dieses Panel möchte neben Analyse und Kritik auch Anregungen für Weichenstellungen in Richtung einer Ökonomie geben, die auf Kooperation basiert und Sorgearbeit als tragende Säule anerkennt und wertschätzt, einer Ökonomie, die dem Menschen dient, und nicht umgekehrt. Nicht die Alternativen sind die Utopie. Utopisch ist die Annahme, dass das alte System enkeltauglich und zukunftsfähig ist!

Mit:

Nick Hildyard (Corner House London, UK)

Friederike Habermann (Autorin und unabhängige Bewegungsaktivistin, Berlin)

Markus Wissen (Prof. für Gesellschaftswissenschaften, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin)

Moderation: Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Deutschland)


Nick Hildyard (The Corner House, London, Großbritannien)

Nick Hildyard war von 1976 bis 1997 Mitherausgeber des Umweltmagazins The Ecologist und ist Mitbegründer und Direktor der britischen Non-Profit-Forschungsgruppe The Corner House. Sie zielt darauf ab, Bewegungen für soziale und ökologische Gerechtigkeit in Themen wie Gesundheitsversorgung, Waldbau oder antirassistischen Kämpfen zu unterstützen. The Corner House setzt sich mit Fragen sozialer, ökonomischer und politischer Machtverhältnisse auseinander. Die Gruppe versteht ihre Forschungen und Analysen als solidarische Arbeit.

 

Friederike Habermann (Autorin und unabhängige Bewegungsaktivistin, Berlin, Deutschland)

Friederike Habermann ist Volkswirtin, Historikerin, promovierte Politikwissenschaftlerin sowie Autorin, Aktivistin und freie Akademikerin. Sie ist seit den 1980er Jahren politisch aktiv und schreibt als freie Buchautorin über das Verwobensein von Herrschaftsverhältnissen, transnationale soziale Bewegungen sowie alternative Wirtschaftsweisen. Ihr jüngstes Buch ECOMMONY. UmCARE zum Miteinander erschien 2016 beim Ulrike Helmer Verlag.

 

Markus Wissen (Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin, Deutschland)

Markus Wissen ist Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Sozial-ökologische Transformationsprozesse an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Sein Forschungsinteresse bezieht sich insbesondere auf die sozial-ökologische Transformation von Produktions- und Konsummustern sowie der Krise und Transformation der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.

 

Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Deutschland)

Silke Helfrich ist Autorin, Aktivistin und Mitbegründerin des Commons-Institutes und der Commons Strategies Group. Sie war Leiterin der Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Thüringen sowie für Zentralamerika, Kuba und Mexiko. Ihre Schwerpunkte sind die Themen Globalisierung, Menschenrechte und Geschlechterfragen. Sie ist Herausgeberin und Co-Autorin zahlreicher Bücher.

 

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Details

Datum:
5. Juli 2017
Zeit:
14:00 - 16:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bündnis „Gipfel für globale Solidarität“

Veranstaltungsort

Kampnagel K6
Jarrestraße 20
Hamburg, Hamburg 22303 Deutschland
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