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PODIUM 2: Gemeingüter weltweit schützen – grenzenlos solidarisch gegen Privatisierung

5. Juli 2017 @ 16:30 - 18:30

In Reaktion auf die Finanzkrise 2008 sollten innerhalb der G20 globale Regeln für eine stabile Finanzwirtschaft vereinbart werden, um diese in ihre Grenzen zu verweisen. Stattdessen ist der Finanzsektor weiter angewachsen. Auf der Suche nach immer neuen renditestarken Anlagemöglichkeiten geraten zunehmend öffentliche Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in den Blick. Institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Rentenfonds werden für Öffentlich-Private-Partnerschaften mobilisiert. Das ist ein weltweites Phänomen, das insbesondere die G20 im Rahmen ihrer Wachstums- und Investitionsstrategien global vorantreibt und gegen das wir uns global wehren müssen.

Welche sozialen und ökologischen Folgen hat diese Entwicklung? Was heißt das für die gemeinwohlorientierte Versorgung mit Wohnraum, Wasser, Energie, Krankenpflege und für das Verhältnis zwischen Bürger/innen und Kommunalverwaltungen? Was bedeutet dieses Modell für Länder des globalen Südens, konkret z.B. für Afrika, wo die deutsche G20-Präsidentschaft Investitionsinitiativen in sogenannten Partnerschaften besonders vorantreiben will?

Mit:

Nancy Alexander (Heinrich-Böll-Stiftung, Washington)

Jana Mattert (Gemeingut in BürgerInnenhand, Berlin)

Fanwell Kenala Bokosi (Afrodad, Simbabwe)

Moderation: Markus Henn (Weed)


Nancy Alexander (Heinrich-Böll-Stiftung, Washington, USA)

Nancy Alexander ist Leiterin des Economic Governance-Programms der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington. Vor ihrer Tätigkeit in der Stiftung war sie Beraterin für das US House Financial Services Committee und arbeitete in leitenden Positionen in vielen Non-Profit Organisationen. Sie ist Autorin des Blogs Just Governance, welcher die G20 beobachtet und einer Kritik unterzieht. Sie fordert von den G20 Transparenz und Verantwortlichkeit sowie inklusive Lösungsansätze für multiple Krisen.

 

Jana Mattert (Gemeingut in BürgerInnenhand, Berlin, Deutschland)

Jana Mattert ist Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin beim Verein Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB), der sich gegen Privatisierung einsetzt. Der Verein ist aus deutschlandweiten Kampagnen gegen die Bahnprivatisierung und zum Wasser-Volksentscheid in Berlin hervorgegangen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit von GiB ist die Aufklärung über Public Privat Partnership (PPP). GiB ist organisatorisch und politisch unabhängig.

 

Fanwell Kenala Bokosi (Afrodad, Simbabwe)

Fanwell Kenala Bokosi ist Geschäftsführer der Bürgerrechtsorganisation The African Forum and Network on Debt and Development, kurz AFRODAD. Die Organisation versucht, langfristige Lösungsansätze für die Schuldenprobleme des afrikanischen Kontinents auszuarbeiten und diese in einem Raum zu entwickeln, der nicht von Märkten, internationalen Finanzinstituten und Profit dominiert wird, sondern den Menschen obliegt und von ihnen geführt wird. Fanwell Kenala Bokosi ist verantwortlich für die Entwicklung und Förderung der Programme und Politik von AFRODAD und promovierte an der Universität von Kent in Ökonomie.

 

Markus Henn (World Economy, Ecology and Development – WEED, Berlin, Deutschland)

Markus Henn ist Politikwissenschaftler und Referent für Finanzmärkte bei der unabhängigen Nichtregierungsorganisation World Economy, Ecology and Development, kurz WEED. Dort beschäftigt sich Henn vor allem mit dem Weltfinanzsystem und Finanzreformen auf internationaler Ebene sowie EU-  und deutschlandweit. Er war zuvor bei amnesty international tätig und arbeitet ehrenamtlich in der Geflüchtetenhilfe, bei Wasser in Bürgerhand und Gemeingut in BürgerInnenhand.

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Details

Datum:
5. Juli 2017
Zeit:
16:30 - 18:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bündnis „Gipfel für globale Solidarität“

Veranstaltungsort

Kampnagel K6
Jarrestraße 20
Hamburg, Hamburg 22303 Deutschland
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