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PODIUM 4: Klima retten und Ernährung sichern – geht das mit der G20? Wir brauchen ein neues Entwicklungsparadigma für Klimagerechtigkeit und für Ernährungssouveränität!

6. Juli @ 10:00 - 12:00

Klimaschutz und Ernährung im globalen Norden und Süden sind eng miteinander verstrickt. Während die Länder der G20 über 75% der globalen Treibhausgasemissionen ausstoßen, leiden vor allem Millionen Menschen im globalen Süden schon heute an den Folgen in Form von Dürren, Überschwemmungen und unvorhersehbaren Wetterereignissen. Die Folgen der Klimaungerechtigkeit verschärfen sich: Lebensgrundlagen, Menschenrechte und Zukunftsperspektiven von Millionen Menschen sind damit akut bedroht. Verstärkt werden diese Krisen von einer ungerechten Handelspolitik.

Große Konzerne wie z.B. Bayer und Monsanto dominieren die Landwirtschaft weltweit und zerstören die Existenzgrundlage ganzer Bevölkerungsschichten. Ernährungssouveränität als Gegenentwurf zur industrialisierten und exportorientierten Landwirtschaft wird immer dringender. Wie kann eine globale Entwicklung aussehen, die das ressourcenintensive, wachstumsfixierte Modell der Industrieländer überwindet und ökologisch nachhaltig ist?

Mit:

Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn)

Klaus Seitz (VENRO-Vorstand und Brot für die Welt, Berlin)

Johanna Böse-Hartje (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)

Frank Ademba (MVIWATA, Tansania)

Jennifer Morgan (Greenpeace International, USA)

Moderation: Tanja Busse (Journalistin)


Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn)

Imme Scholz ist Soziologin und stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik. Sie leitete die Abteilung Umweltpolitik und Management natürlicher Ressourcen und baute den Schwerpunkt Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern auf. Ihre Forschungsthemen umfassen Fragestellungen aus den Bereichen Klimawandel und Entwicklung, Umweltpolitik in Entwicklungsländern, neue globale Mittelschichten, nachhaltige Waldwirtschaft und Ressourcenmanagement.

 

Klaus Seitz (VENRO-Vorstand und Brot für die Welt, Berlin)

Klaus Seitz ist Sozial- und Erziehungswissenschaftler und leitet die Abteilung für Politik bei Brot für die Welt. Zuvor war er unter anderem als Redakteur der Fachzeitschrift epd-Entwicklungspolitik, als Privatdozent für internationale Bildungsforschung an der Universität Hannover und als Geschäftsführer des Ausschusses für entwicklungsbezogene Bildung und Publizistik der Evangelischen Kirche in Deutschland tätig. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).

 

Johanna Böse-Hartje (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)

Johanna Böse-Hartje ist Geschäftsführerin des Bioland-Hofes Böse-Hartje in Thedinghausen – Eißel und Ansprechpartnerin für die Region Heide-Weser im Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Die AbL ist eine bäuerliche Interessenvertretung aus konventionell und ökologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern, die für eine zukunftsfähige sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft sowie für entsprechende Rahmenbedingungen eintritt.

 

Frank Ademba (MVIWATA, Tansania)

Frank Ademba ist Programmkoordinator der Farmerorganisation MVIWATA in Tansania. MVIWATA, kurz für Mtandao wa Vikundi vya Wakulima Tanzania, vereint Kleinbäuerinnen und –bauern aus allen Regionen Tansanias, um gemeinsam ihre ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Forderungen zu vertreten. Ademba führte diverse Projekte durch, um Bäuerinnen und Bauern zu ermächtigen und ihre Partizipationsmöglichkeiten zu stärken.

 

Jennifer Morgan (Greenpeace International, USA)

Jennifer Morgan ist eine der zwei Geschäftsführerinnen von Greenpeace International. Sie arbeitete bereits in zahlreichen Organisationen im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Vor ihrer Position bei Greenpeace International leitete sie das globale Klimaprogramm des World Resources Institute. Des Weiteren leitete sie die Arbeiten zum Thema Klimawandel der Organisation Third Generation Environmentalism (E3G) sowie des Worldwide Fund for Nature (WWF). Jennifer Morgan publiziert regelmäßig zu internationalen klimapolitischen Themen.

 

Tanja Busse (Journalistin, Deutschland)

Tanja Busse ist Journalistin und Autorin. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und als freie Journalistin unter anderem über Ökologie, Ökonomie, Landwirtschaft und Politik. Des Weiteren arbeitet sie als Moderatorin für Magazinsendungen, Konferenzen und Tagungen. Sie ist Autorin mehrerer Bücher, zuletzt erschienen ist Die Wegwerfkuh. Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können.

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Details

Datum:
6. Juli
Zeit:
10:00 - 12:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bündnis „Gipfel für globale Solidarität“

Veranstaltungsort

Kampnagel K6
Jarrestraße 20
Hamburg, Hamburg 22303 Deutschland
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